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E.ON-Aktie: Energieversorger liegt laut Medienbericht bei Integration von Töchtern hinter Plan zurück


15.06.2012
aktiencheck.de

Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - Der Energieversorger E.ON AG (ISIN DE000ENAG999 / WKN ENAG99) hat einem Medienbericht zufolge die Integration seiner großen Töchter jahrelang schleifen lassen und verschenkt Sparpotenziale. Das berichtet die "Financial Times Deutschland" (Freitag) unter Berufung auf ein internes Papier zur geplanten Zusammenführung des Personal- und Rechnungswesens, das der Wirtschaftszeitung vorliegt.

Nach einer Analyse der Firma Hackett Benchmarking sind bei E.ON laut dem Bericht viele Prozesse verglichen mit ähnlich großen Konzernen kaum zentralisiert, die Kreditorenbuchhaltung etwa zu 40 Prozent gegenüber 87 Prozent bei einer Vergleichsgruppe. Noch schlechter sieht es laut dem Bericht in der Personalverwaltung aus. Bei der Weiterbildung laufen beispielsweise nur 11 Prozent der E.ON-Projekte über Konzerndienstleister, üblich sind 90 Prozent. "Wir liegen hier vergleichsweise weit zurück", hieß es im Umfeld des Energieversorgers. Der Versorger hat vom Chemiekonzern Bayer AG (ISIN DE000BAY0017 / WKN BAY001) den Manager Johannes Brinkkötter als neuen Chef der zentralen Dienstleister abgeworben. Bayer ist auf dem Gebiet deutlich weiter.

Mehr als zehn Jahre nach der Fusion von Veba, Viag und Ruhrgas zu E.ON nutzt die Nummer eins unter den deutschen Energiekonzernen seine Größenvorteile nur unzureichend, wie das Papier zeigt. Erst unter dem Kostendruck der Energiewende ändert sich das nun. Der Konzern will das Rechnungswesen und die Personalverwaltung bis 2015 in Berlin und in der rumänischen Stadt Cluj zusammenführen. Im Zuge des Umbaus fallen nach den Plänen 1.200 der jetzt 3.700 Arbeitsplätze in dem Bereich weg. Der Stellenabbau ist Teil eines Sparprogramms, dem insgesamt 11.000 Stellen zum Opfer fallen sollen.

Die Aktie von E.ON notierte zuletzt bei 15,02 Euro. (15.06.2012/ac/n/d)


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